Knieprothese – moderner Kniegelenkersatz im EndoProthetikZentrum Radebeul
Anhaltende Knieschmerzen durch Arthrose können die Lebensqualität erheblich einschränken. Wenn konservative Therapien ausgeschöpft sind, kann eine Knieprothese helfen, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit deutlich zu verbessern. Im zertifizierten Endoprothetikzentrum Radebeul bieten wir Ihnen eine individuell abgestimmte, sichere und moderne Knieendoprothetik.
Eine Knieprothese wird in der Regel dann empfohlen, wenn:
• starke Schmerzen trotz Medikamente, Physiotherapie oder Injektionen bestehen
• Alltagsaktivitäten wie Gehen, Treppensteigen oder Schlafen beeinträchtigt sind
• eine fortgeschrittene Kniearthrose vorliegt
• die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist
Die Entscheidung zur Operation treffen wir immer gemeinsam mit Ihnen nach sorgfältiger Diagnostik und Beratung.
Im Endoprothetikzentrum Radebeul setzen wir auf eine patientenindividuelle OP-Planung. Ziel ist es, das künstliche Kniegelenk optimal an Ihre persönliche Anatomie, Ihre Bandspannung und Ihre Bewegungsanforderungen anzupassen.
Je nach Befund kommen unterschiedliche Prothesentypen zum Einsatz:
• Teilprothesen
• Oberflächenersatz
• Knie-TEP mit höheren Kopplungsgraden
Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten kann anstelle einer vollständigen Knieprothese ein Teilgelenkersatz (Hemischlitten) sinnvoll sein. Diese Form der Knieendoprothetik kommt infrage, wenn der Gelenkverschleiß auf einen klar begrenzten Bereich des Kniegelenks beschränkt ist und die stabilisierenden Bandstrukturen erhalten sind.
Der Teilgelenkersatz ersetzt ausschließlich den geschädigten Gelenkanteil. Dadurch können Knochen, Bänder und gesunde Gelenkabschnitte geschont werden. Ziel ist es, die natürliche Bewegungsführung des Kniegelenks möglichst zu erhalten und eine schnelle funktionelle Erholung zu ermöglichen.
Ob ein Teilgelenkersatz medizinisch sinnvoll ist, wird im Rahmen einer sorgfältigen klinischen Untersuchung und bildgebenden Diagnostik individuell geprüft.
Im Endoprothetikzentrum Radebeul setzen wir auf eine individuelle Knieendoprothetik mit patientenspezifischer Planung. In der Region ist dieses Behandlungskonzept vielen Patientinnen und Patienten noch unter dem Begriff „Boston-Knie“ bekannt – eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine individuell angefertige Knieprothese, die sich hier über Jahre etabliert hat.
Heute führen wir dieses bewährte Prinzip mit modernen technischen Möglichkeiten fort. Hierfür nutzen wir das System der Schweizer Firma Symbios, das eine präzise, patientenspezifische Operationsplanung ermöglicht. Grundlage ist eine computertomographische Untersuchung (CT) des Kniegelenks, mit der die individuelle Anatomie detailliert erfasst wird.
Auf dieser Basis werden passgenaue Schnittschablonen und Implantate hergestellt. Die Implantatausrichtung und OP-Strategie wird bereits vor dem Eingriff exakt geplant. Ziel der individuellen Knieendoprothetik ist es, die Prothese möglichst genau an die persönlichen anatomischen Voraussetzungen anzupassen und eine natürliche Gelenkfunktion zu unterstützen.
Individuelle Knieprothesen sind normalerweise keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung, so dass (ähnlich wie bei Zahnimplantaten) Zuzahlungen notwendig sind, um die erhöhten Kosten auszugleichen.
Vom Zeitpunkt der Entscheidung für eine individuelle Knie-TEP bis zur Implantation vergehen aufgrund des aufwendigen Herstellungsprozesses etwa 10 bis 12 Wochen.
Für die Implantation von Knieprothesen setzen wir im Endoprothetikzentrum Radebeul das VELYS™-System ein – ein modernes, bildfreies robotisch-assistiertes Verfahren, das den Operateur während der Operation unterstützt. Das System ermöglicht eine besonders präzise Umsetzung der geplanten Implantatausrichtung unter Berücksichtigung der individuellen Gelenkmechanik.
Das VELYS™-System liefert während der Operation kontinuierlich Informationen zu Beweglichkeit, Bandspannung und Achsverhältnissen. Dadurch kann die Implantatposition intraoperativ feinjustiert und an die funktionellen Gegebenheiten angepasst werden.
Als erste Klinik in Sachsen, die dieses robotisch-assistierte System einsetzt, bieten wir unseren Patientinnen und Patienten Zugang zu einer der aktuell modernsten Technologien in der Knieendoprothetik.
Die Operation erfolgt nach standardisierten, qualitätsgesicherten Abläufen. Unser bewährtes Fast-Track-Konzept ermöglicht:
• frühe Mobilisation
• schnelle Schmerzreduktion
• rasche Wiedererlangung der Selbstständigkeit
Bereits kurz nach der Operation beginnen Physiotherapie und Mobilisation.
Wie lange hält eine Knieprothese?
Moderne Knieprothesen halten bei guter Belastung und regelmäßiger Nachsorge häufig 15–20 Jahre oder länger.
Wie lange bin ich im Krankenhaus?
Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel ca. 4 Tage, abhängig vom individuellen Verlauf.
Wann kann ich wieder laufen?
In der Regel stehen Patientinnen und Patienten bereits am Tag der Operation wieder auf.
Ist Sport nach einer Knieprothese möglich?
Ja. Gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern sind ausdrücklich empfohlen.
Was ist mit „Boston-Knie“ gemeint?
Der Begriff „Boston-Knie“ ist eine regional gebräuchliche Bezeichnung für ein individuell geplantes Knieprothesenkonzept. Er beschreibt keinen offiziellen Produktnamen.
Warum ist ein CT notwendig?
Das CT ermöglicht eine exakte dreidimensionale Darstellung des Kniegelenks und bildet die Grundlage für die patientenspezifische Planung.
Ersetzt der Roboter den Operateur?
Nein. Die Operation wird vollständig durch den Operateur durchgeführt. Das robotische System dient als präzise Assistenz.
Welche Vorteile kann das VELYS™-System bieten?
Eine sehr genaue Implantatpositionierung und eine verbesserte intraoperative Kontrolle der Gelenkfunktion und Beinachse.






